Isomaltulose – das alternative Süßungsmittel

Zahnfreundlich, angenehm süß im Geschmack, eine entlastende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und damit auch für Diabetiker verträglich: Der natürliche Zweifachzucker Isomaltulose wird gern als gesunde Zuckeralternative bezeichnet und daher häufig in Sport- und Wellness-Getränken wie in SALOTRIN verwendet. Doch was ist eigentlich Isomaltulose, wie verträglich ist der Zweifachzucker wirklich und welche Nebenwirkungen sind möglich? Wir gehen dem Naturstoff Isomaltulose auf den Grund und klären auf, was Isomaltulose als sogenanntes Novel Food so besonders macht.

Was ist Isomaltulose?

Als Kohlenhydrat zählen Isomaltulose wie auch normaler Zucker (Saccharose) zur Gruppe der Disaccharide, also zur Zweifachzucker-Gruppe. Damit handelt es sich um ein Kohlenhydrat-Molekül, welches aus zwei kovalent verbundenen Einfachzuckern (Monosaccharid-Einheiten) besteht, nämlich aus den Molekülen Glukose und Fruktose. Disaccharide sind sehr häufig in Pflanzen zu finden. So ist Isomaltulose beispielsweise in Honig, Zuckerrohrsaft oder in der Zuckerrübe enthalten, aus denen auch unser handelsüblicher Zucker hergestellt wird. Gewonnen wird Isomaltulose durch einen enzymatischen Prozess aus Zuckerrüben, der diesem Zweifachzucker besondere Eigenschaften verschafft.
Herstellung Isomaltulose
Abb.: Herstellungsprozess von Isomaltulose über die Zückerrübe

Isomaltulose versus Zucker

Die Basis von Isomaltulose und Saccharose ist oberflächlich gesehen gleich: eine Verbindung aus den Molekülen Glukose und Fruktose. Der große Unterschied zum Haushaltszucker ist jedoch die langsamere Verstoffwechselung im menschlichen Körper, die auf die molekulare Bindung und deren Bindungsenergie zurückgeht. Während handelsüblicher Zucker durch eine schwache Bindung der Glucose- und Fructose-Ringe gekennzeichnet ist, besteht bei Isomaltulose eine sehr starke Bindung beider Moleküle. So wird Isomaltulose deutlich zögerlicher gespalten und im Darm erst später resorbiert. Damit ist dieser Zweifachzucker ein langsam verfügbares Kohlenhydrat, welches jedoch vom Körper vollständig verdaut und aufgenommen werden kann. Das bedeutet, dass Isomaltulose den Blutzuckerspiegel langsamer und geringer ansteigen lässt als handelsüblicher Zucker.
Zucker vs Isomaltulose
Abb.: Zucker im Vergleich zu Isomaltulose: mehr Energie über einen längeren Zeitraum
So wurde für den Zweifachzucker Isomaltulose ein besonders niedriger Glykämischer Index von 32 ermittelt. Damit hat Isomaltulose einen Glykämischen Index (GI), der gerade einmal halb so hoch ist wie der des Haushaltszuckers mit einem GI von 68. Die Vorteile von Isomaltulose im Vergleich zum handelsüblichen Zucker kommen somit nicht nur Diabetikern zugute, sondern auch gesundheitsbewussten Menschen, die sportlich aktiv sein und Heißhungerattacken vermeiden möchten.1
Was ist der Glykämische Index? Der Glykämische Index, auch bekannt als GI oder Glyx-Index, gibt Auskunft darüber, wie sich kohlenhydrathaltige Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel auswirken. So werden Kohlenhydrate im Verdauungstrakt unterschiedlich schnell verdaut und resorbiert und haben damit eine spezifische physiologische Wirkung auf den menschlichen Organismus. Zur Ermittlung des Glykämischen Indexes wird die blutzuckersteigernde Wirkung nach dem Verzehr von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln im Vergleich zur Aufnahme von reiner Glucose abgebildet. Als Basis dient immer der Verzehr von 50 Gramm Kohlenhydraten eines Lebensmittels (z. B. Weißbrot) im Vergleich zur Aufnahme von 50 Gramm Glukose. Dieser Wert wird dann in Prozent erfasst. Der Ausgangswert ist dabei Traubenzucker (Glucose) mit einem GI von 100.2 Hat ein Lebensmittel zum Beispiel einen GI von über 70, zählt es zu den roten Lebensmitteln, die den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen. Lebensmittel mit einem Glykämischen Index unter 55 zählen als gesund, da sie den Blutzuckerspiegel weniger stark und vor allem nur langsam ansteigen lassen. Diese Lebensmittel halten länger satt und verhindern Heißhungerattacken nachhaltig.

Ist Isomaltulose ein Zuckerersatz?

Wer Isomaltulose streng unter die Lupe nimmt, wird sehen, dass es sich hierbei auch um einen Zucker, Zweifachzucker, handelt – auch wenn er über ein anderes Verfahren gewonnen wird. Unter Zuckerersatz versteht man hierzulande vor allem synthetische Süßstoffe wie Saccharin oder das aus der Pflanze gewonnene Stoffgemisch Stevia sowie Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, Isomalt oder Sorbit. Im Volksmund wird der Begriff Zuckerersatz jedoch häufig synonym zum Begriff Zuckeralternative verwendet und bezeichnet somit eine gesündere Alternative zum handelsüblichen, raffinierten Haushaltszucker. Somit darf Isomaltulose als natürliche Zuckeralternative bezeichnet werden. Das Interesse für einen gesundheitsbewussten Lebensstil ist in den letzten zwei Jahrzehnten enorm gestiegen und die Erkenntnis, dass herkömmlicher Zucker gesundheitsschädlich ist, in alle Schichten der Gesellschaft eingedrungen. Dadurch hat sich auch die Nachfrage nach neuen, wohlschmeckenden, aber gesünderen Süßungsmitteln, im Volksmund eben bekannt als Zuckerersatz bzw. Zuckeralternativen, erhöht. Hier trifft die Einführung von Isomaltulose als Novel Food im Bereich der Zuckeralternativen auf offene Arme, um der großen Nachfrage an gesunden Zuckeralternativen gerecht zu werden.

Isomaltulose als Novel Food – Was heißt das?

Wenn es um neue, hierzulande nicht bekannte Lebensmittel geht, ist die Bestimmung Novel Food eine Art der Qualitätssicherung, um vor allem ein hohes Niveau beim Gesundheitsschutz des Menschen zu erreichen. Erhält ein neu eingeführtes Produkt die Bezeichnung Novel Food, so weiß der Verbraucher, dass es sich um ein gesundheitlich nicht schädigendes, sondern um ein sicheres Lebensmittel nach EU-Standards handelt.3 Seit 1997 müssen sich neuartige Lebensmittel (sogenannte Novel Foods) vor dem Einführen in der EU einheitlichen Sicherheitsbewertungen unterziehen, die die bis zu diesem Zeitpunkt einfach nicht bekannten oder existenten Lebensmittel auf ihre Sicherheit und Verträglichkeit überprüfen. Darunter zählen Lebensmittel mit einer neuen Molekularstruktur, bestimmte exotische Pflanzen, Mikroorganismen oder Algen, sowie jene Lebensmittel, die durch ein neues Verfahren gewonnen wurden. Seit Juli 2005 wurde auch Isomaltulose als neuartiges Lebensmittel in der EU zugelassen und gilt nach Entscheidung der Kommission als unbedenklich.4 Im September 2007 bezeichnete zudem die US-Lebensmittelbehörde FDA Isomaltulose offiziell als nicht-kariogen, also als zahnfreundlich.

Geschmack und Verwendung von Isomaltulose

Während viele alternative Zuckerarten als chemisch und künstlich schmeckend bezeichnet werden, erfreut den Verbraucher der Geschmack von Isomaltulose. So schmeckt die natürliche Zuckeralternative mild süß und ist mit dem Geschmack des Haushaltszuckers zu vergleichen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass Isomaltulose in etwa die Hälfte der Süßkraft von handelsüblichen Zucker aufweist. Die Verwendung von Isomaltulose ist vielfältig: Sei es im Fitness-Getränk wie in SALOTRIN, im Energieriegel oder in Kindertees, Isomaltulose sorgt für eine angenehm natürliche Süße ohne dabei den Blutzuckerspiegel zu belasten.

Vorteile und Wirkung von Isomaltulose

Verschiedene Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Isomaltulose diverse positive Eigenschaften aufweist, von denen nicht nur Diabetiker, sondern auch alle gesundheitsbewusste Personen profitieren können.

Regulation des Blutzuckerspiegels mit Isomaltulose

So bestätigt eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) die Annahme, Isomaltulose wirke sich besser auf die Regulation des Blutzuckerspiegels für Personen mit Typ-II-Diabetes aus. Obwohl Isomaltulose denselben Aufbau wie Haushaltszucker aufweist, konnten verschiedene Untersuchungen belegen, dass Isomaltulose die Blutzuckerwerte der Probanden um 20 % weniger ansteigen ließ. Die Wissenschaftler Keyhani-Nejad et al. gehen ebenfalls davon aus, dass die unterschiedliche chemische Bindung zwischen den Einfachzuckern dafür verantwortlich sein könnte, die die unterschiedlichen Stoffwechseleffekte der Zweifachzucker verursacht. Damit konnten Keyhani-Nejad et al. beweisen, dass besonders bei Typ-II-Diabetikern Isomaltulose zu bevorzugen ist.

Isomaltulose während des Sports

Auch Sportler können von dieser Wirkung profitieren, da durch die Einnahme von Isomaltulose die Energieversorgung verlängert werden kann. Während Einfachzucker wie Traubenzucker (Glucose, Dextrose) schnell verfügbar sind, jedoch auch schnell wieder abgebaut werden, sorgt Isomaltulose aufgrund der langsamen, komplexen Aufspaltung im Körper für eine konstante Energie. Besonders im Ausdauersport sollte daher auf diese Zuckerart gesetzt werden.

Isomaltulose während der Gewichtsreduktion

Ebenso könnte die Einnahme von Isomaltulose zu einer Reduktion des Körperfetts beitragen. Ein Studie an Mäusen hat gezeigt, dass die Einnahme von Isomaltulose auch den Fettgehalt der Leber reduzieren konnte, was wiederum auf eine präventive Wirkung für die Entstehung der sogenannten Fettleber hinweisen könnte.6 Zudem kann sich auch die verlangsamte Verstoffwechselung von Isomaltulose im menschlichen Körper positiv auf das Sättigungsgefühl auswirken, was wiederum zu einem erfolgreichen Gewichtsmanagement beitragen könnte.

Isomaltulose als zahnfreundlicher Zucker

Wie bereits oben beschrieben wurde Isomaltulose von der FDA als nicht zahnschädigend und somit als zahnfreundlich eingestuft. Mehrere in-vitro- und in-vivo-Tests konnten die nicht-kariöse Wirkung von Isomaltulose im Vergleich zu anderen Kohlenhydraten beweisen7, weshalb Isomaltulose in Produkten für Kinder auch in Deutschland als “zahnfreundlich” ausgewiesen wird.

Isomaltulose gilt als gut verträglich

Isomaltulose gilt als gut verträglich

Im Gegensatz zu anderen Zuckeralternativen hat Isomaltulose keine abführende Wirkung und ist gut verdaulich. Selbst bei größeren Mengen wurden bisher keine Nebenwirkungen wie Durchfall oder Bauchschmerzen beobachtet.
Die fünf Vorteile von Isomaltulose auf einem Blick
  1. Zuckerersatz für Diabetiker: Isomaltulose wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.
  2. Langanhaltende Energie während des (Ausdauer-)Sports.
  3. Langanhaltende Sättigung und mögliche positive Wirkung auf die Körperfettreduktion.
  4. Zahngesundheit: Greift den Zahn nicht an.
  5. Geschmack und Bekömmlichkeit: Schmeckt natürlich und ist bekömmlich.

Mögliche Nebenwirkungen von Isomaltulose

Der besondere Zweifachzucker gilt wie oben beschrieben als sehr verträglich und nicht gesundheitsschädigend. Dennoch weist Isomaltulose denselben Brennwert von 4 kcal pro 1 g wie handelsüblicher Zucker auf. Somit kann Isomaltulose nicht als low carb beziehungsweise als kalorienarm bezeichnet werden. Wie bei allen Zuckeralternativen gilt damit auch hier: die Dosis macht das Gift. Auch wenn Isomaltulose viele positive Eigenschaften aufweist, von denen gesundheitsbewusste Personen im Alltag durchaus profitieren können, sollte auch bei diesem Zucker stets die Menge beachtet werden. Darüber hinaus ist an dieser Stelle nochmals zu erwähnen, dass Isomaltulose weniger süß schmeckt als normaler Zucker. Wer also Zucker durch Isomaltulose ersetzen möchte und dabei auf sein Gewicht achtet, sollte dies in einem ausgewogenen Verhältnis tun, um nicht die Menge der Kalorien unnötig in die Höhe zu treiben. Aufgrund der enthaltenen Fructose ist Isomaltulose als Zuckerersatz bei einer Fructoseintoleranz nicht empfehlenswert.

Wo kann man Isomaltulose kaufen?

Isomaltulose kann als reine Zuckeralternative im Handel vorwiegend online erworben werden. Obwohl häufig berichtet wird, dass Isomaltulose wie handelsüblicher Zucker verwendet werden kann, zeigt die Handhabung in der Praxis ein anderes Bild. So ist das Granulat in reiner Form nicht so leicht wasserlöslich, das es z. B. beim Backen 1:1 ersetzt werden kann. Wer also von den positiven Eigenschaften von Isomaltulose profitieren möchte, greift lieber zu einem gesunden Wellness-Drink wie SALOTRIN, der Isomaltulose als aufbereitete Zutat verwendet.

Isomaltulose in SALOTRIN

Um von den positiven Eigenschaften von Isomaltulose täglich zu profitieren, ist der gesunde Zweifachzucker der wohl wichtigste Bestandteil des Wellness-Getränks SALOTRIN. In der Kombination mit den Aminosäuren Arginin und Lysin sowie mit der Heilpflanze Shisandra ist ein neues Getränk entstanden, dass die wichtigsten Aspekte der Forschung rund um neuartige Lebensmittel vereint und dabei nicht nur auf den Faktor Gesundheit setzt. So gehen die gesundheitlichen Wirkungen des Getränks SALOTRIN Hand in Hand mit dem angenehm erfrischenden Geschmack und der Praktikabilität in einem dynamischen Alltag. Somit ist SALOTRIN der perfekte Begleiter während des Sports, auf der Arbeit oder einfach so für die Ladung Energie und Gesundheit zwischendurch.

Fazit: Ist Isomaltulose ein gesunder Zuckerersatz?

Die strengen Richtlinien durch die Europäische Kommission machen das Novel Food Isomaltulose zu einem ungefährlichen und nicht schädlichen Produkt bei den Zuckeralternativen. Wer dabei die Kalorienbilanz beachtet, wird mit Isomaltulose als eine gesunde Zuckeralternative zufrieden sein. So lässt Isomaltulose den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als normaler Zucker und trägt somit zur Regulation des Blutzuckerspiegels bei. Das Resultat ist dabei eine langanhaltende Energie und ein angenehmes Sättigungsgefühl. Davon profitieren nicht nur Diabetiker, sondern auch Personen, die Isomaltulose im Sport oder zur Gewichtsreduktion einnehmen möchten. Die Zuckeralternative gilt als zahnfreundlich und zeichnet sich durch eine natürliche Süße aus. Da Isomaltulose sehr bekömmlich und nebenwirkungsarm ist, ist gegen eine tägliche Einnahme nichts einzuwenden. Das Fitness- und Wellness-Getränk SALOTRIN zählt dabei auf die positiven Eigenschaften von Isomaltulose und macht diese nicht umsonst zum Star im neuen Wellness-Getränk. So verdankt SALOTRIN seine sättigende Eigenschaften der Zuckeralternative Isomaltulose. Der mild-süße Geschmack des gesunden Zuckers kommt besonders gut in Kombination mit Schisandra zur Geltung und verleiht dem Getränk dabei eine erfrischende Note. Durch die enthaltenen Aminosäuren Arginin und Lysin wird SALOTRIN zu einem Energiebündel, das sich wunderbar im Alltag einsetzen lässt.

 

Quellen:
    • ¹ Ullmann, S., Dr. Jungclaus, A. (2018). Isomaltulose – das besondere Kohlenhydrat. https://www.vfed.de/de/vfed/berufspraxis/fachtexte?file=files/website_data/downloads/VFED/VFED%20Fachtexte/VFEDaktuell_166_Titelthema.pdf
    • ² Watzl, B., Leitzmann C. (2005). Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. Georg Thieme Verlag
    • ³ Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2020). Neuartige Lebensmittel – Novel Foods. https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/04_AntragstellerUnternehmen/05_NovelFood/lm_novelFood_node.html.
    • ⁴ ABl. L 199/90 vom 29.7.2005. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32005D0581&from=EN
    • 5 Keyhani-Nejad et al. (2016). Effects of Palatinose and Sucrose Intake on Glucose Metabolism and Incretin Secretion in Subjects With Type 2 Diabetes. Diabetes Care, 39: 38-39. DOI: 10.2337/dc15-1891
    • 6 Keyhani-Nejad et al. (2015). Nutritional strategy to prevent fatty liver and insulin resistance independent of obesity by re- ducing glucose-dependent insulinotropic poly- peptide responses in mice. Diabetologia 58(2): 374–383. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed /25348610.
    • 7 Ooshima et al. (1983). Non-cariogenicity of the disaccharide palatinose in experimental dental caries of rats. Infect Immun 39(1):43-9. doi: 10.1128/IAI.39.1.43-49.1983.